
Um „Gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt“ ging es bei einer Informationsveranstaltung der SPD Montabaur und der Arbeitsgemeinschaft 60plus Westerwald in der Bürgerhalle des alten Rathauses in Montabaur.

Um „Gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt“ ging es bei einer Informationsveranstaltung der SPD Montabaur und der Arbeitsgemeinschaft 60plus Westerwald in der Bürgerhalle des alten Rathauses in Montabaur.
Als Referentinnen hatten die Veranstaltern Gabi Frank-Mantowski von der Leitstelle „Älter werden in Rheinland-Pfalz“ im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen und Diplomingenieurin Claudia Redlin vom Büro Umwelt-Plan-Redlin , die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachteten.
Gemeinschaftliche Wohnprojekte sowie lebendige und unterstützende Nachbarschaften sind neben der Sicherung der Infrastruktur für den täglichen Bedarf das Thema der Zukunft. Immer mehr ältere Mitmenschen wollen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihren eigenen vier Wänden führen, begann Gabi Frank-Mantowski ihren Vortrag und führte weiter aus: Hierbei muss sich allerdings jeder fragen: ist meine Wohnung auch für den Pflegefall geeignet oder kann sie ggf. auf meine Bedürfnisse angepasst werden, gibt es in der Nachbarschaft ein Unterstützungsnetzwerk, auf das zurückgegriffen werden kann, wenn ich auf Unterstützung angewiesen bin, wie ist die Infrastruktur in meinem Umfeld. Wenn diese Fragen nicht mit ja beantwortet werden können, so Frank-Mantowski, sollte sich jeder frühzeitig um Alternativen bemühen. Alternativen seien: betreutes Wohnen mit Service, Wohnanlagen mit Wohnungen für ältere Menschen mit und ohne Service, Altenpflegeheime, Gemeinschaftliche Wohnprojekte für Jung und Alt sowie Wohngemeinschaften im Pflegefall. In Rheinland-Pfalz gebe es ein breites Netzwerk von Beratungsstellen, bei denen man sich informieren und beraten lassen kann, so die Referentin.
In ihrem Vortrag machte Claudia Redlin anhand der demographischen Entwicklung deutlich, dass die Anzahl der allein lebenden Rentner in den nächsten 20 Jahren von 10 % auf 25 % steigen werde, in 30 Jahren werden es sogar 33 % sein. Damit einher gehe eine Auflösung der traditionellen Familienstrukturen, da das Potential der helfenden Angehörigen abnehme. Folgen seien die Entvölkerung von Stadt- und Ortskernen sowie ein wachsender Bedarf an altengerechten Wohnungen und pflegerischer Versorgung. Dem könne nur begegnet werden, wenn eine soziale Erneuerung der Stadt- und Dorfkerne als Chance begriffen werde, die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt und Unterstützungsstrukturen aufgebaut werden, betonte Redlin. Hierbei seien die Erfahrungen, das Wissen und die Sozialkompetenz der Älteren sowie die Erfordernissen der Jüngeren mit einzubeziehen.
Der Vorsitzenden der SPD Montabaur, Björn Walden, betonte, dass man sich auch im Westerwald mit dieser Thematik auseinandersetzen müsse und sieht die Veranstaltung als einen Auftakt für künftige Initiativen. „Wieso soll es nicht auch in Montabaur Generationen übergreifende Wohnprojekte oder ähnliches geben? „Wenn es in der Bevölkerung Initiativen gibt, sollte die Politik diese unterstützen“, so Walden.
Der Vorsitzende der AG 60plus, Runald Herbertz, kündigte zum Schluss der Veranstaltung an, sich gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern für Initiativen in Montabaur engagieren zu wollen, E-Mail: Runald.Herbertz@t-online.de oder unter Telefon 02602/5775.
www.tanja-machalet.de/internet
www.hendrik-hering.de
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